Erfolge

Dranbleiben ist wichtig

Erfolge lassen sich im Naturschutz oft nicht so leicht feiern. In aufwändigen Prozessen Gesetze zu verbessern, dem Vollzug von Gesetzen auf die Sprünge zu helfen oder Projekte über Einsprachen und Beschwerden zu optimieren oder gar zu verhindern, da diese der Umwelt ungenügend Rechnung tragen: Das braucht Ausdauer und Hartnäckigkeit.

Als vor 40 Jahren einige Umweltengagierte den WWF St. Gallen gründeten lebten in unserem Kanton keine Biber in den Bächen, weder Luchse noch Wölfe durchstreiften unsere Wälder und auch die Bartgeier kreisten nicht mehr über den Alpen. Die Flüsse und Seen luden kaum zum Baden ein. Damals gab es auch noch kein Umweltschutzgesetz, das den Umweltverbänden eine aktive Einflussnahme ermöglicht hätte.

Heute hat sich manches zum Besseren gewendet: Biber, Luchse, Wölfe und Bartgeier sind wieder in unserem Kanton zu Hause. Auch unsere Gewässer sind  sauberer geworden. Dank dem Verbandsbeschwerderecht kann der WWF für die Natur Partei ergreifen. Der WWF St.Gallen hat zusammen mit Gleichgesinnten viel für Natur und Landschaft erreicht. Allerdings ist immer noch vieles nicht so, wie man es sich wünscht. Der WWF kämpft weiter für die Natur und unsere Umwelt. Hier finden Sie Erfolge aus der jüngeren Vergangenheit:


Jährlich schreitet der WWF St. Gallen mehrfach gegen überdimensionierte oder gesetzeswidrige Bauprojekte ein. Das Raumplanungsgesetz wird nicht selten missachtet, da finanzielle Interessen von den Gemeinden höher gewichtet werden als die Umwelt. Hier braucht es den WWF für Korrekturen: durch Einsprachen und Beschwerden. Die Behörden und Gerichte teilen in der Regel die Haltung des WWF.


Raus aus dem Büro und ab in die Natur: Hunderte von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Firmen tauschen für einen Tag den Computer gegen Arbeitshandschuhe. Sie schaffen gemeinsam mit dem WWF Lebensraum für Raufusshühner, werten Waldränder auf oder helfen den Herdenschutz im Wolfsgebiet zu verbessern. Sie sind ein Vorbild für andere.


Lernende für die Umwelt sensibilisieren

Wie gross ist mein ökologischer Fussabdruck? Lernende der Migros Ostschweiz gehen dieser und anderen Fragen jedes Jahr unter Leitung des WWF während ihrer Lernendenwoche nach. An verschiedenen Posten beschäftigen sich die Lernenden mit ihrem Lebensstil und dessen Auswirkungen auf die Umwelt. In den vergangenen Jahren begeisterte der WWF Tausende von Kindern, Jugendlichen, Männern und Frauen für Natur und Umwelt.


Der Bauernverband und der WWF vertreten in vielen Fragen unterschiedliche Positionen. Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten: Zum Beispiel der Erhalt und die Förderung von artenreichen Wiesen. Im Kanton St.Gallen führt der WWF gemeinsam mit dem Bauernverband und weiteren Partnern Wiesenmeisterschaften durch. Die schönsten Wiesen werden ausgezeichnet.


Wild braucht Ruhe

Damit Rothirsch, Schneehuhn, Reh und Gämse trotz Wintersport nicht gestört werden, sind Vorschriften und Kontrollen nötig. Bedeutende Wildruhezonen befinden sich bei den Ostschweizer Skigebieten.  Der WWF nutzte mit Pro Natura die Ausbaupläne der Bahnen, um die Kontrolle und Sicherung der Wildruhezonen effizienter und verbindlicher durchzusetzen – mit Erfolg.


Herdenschutz ist Wolfsschutz

Der WWF hat in den vergangenen Jahren immer wieder Herdenschutzprojekte mit Hunden oder Lamas unterstützt. Der WWF unterstützte die Bauern mit gezielten Natureinsätzen vor Ort. Als Beispiel sei hier eine Weide oberhalb von Valens erwähnt, welche mit einem Firmenteam in freiwilliger Arbeit entbuscht wurde. Hier werden zu Beginn der Alpsaison Herdenschutzhunde und Schafe aneinander gewöhnt.


Keine Ausweitung der Siedlungsfläche

Wie stark wächst die Bevölkerung des Kantons St.Gallen in den nächsten 25 Jahren? Die Regierung ging von einem Wachstum von 50'000 Personen aus – das entspricht einer Zunahme von zehn Prozent. Für die Mehrheit des Kantonsrats war diese Prognose zu tief. In der Volksabstimmung folgten rund 60 Prozent der Bevölkerung der Meinung des WWF und lehnten eine Ausweitung der Siedlungsfläche ab.


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