Auerwild

Bedroht und störungsanfällig

Das Auerhuhn ist die grösste im Wald lebende Hühnerart. Dank Lebensraumverbesserungen und Lenkungsmassnahmen wird versucht, den Bestand zu erhalten.

Auerhühner stellen hohe Ansprüche an ihren Lebensraum. Sie sind auf störungsarme, lichte Wälder mit einem grossen Heidelbeerangebot angewiesen. Die Bestände nehmen seit Jahrzehnten in ganz Mitteleuropa deutlich ab, womit auch die eindrucksvolle Balz immer seltener zu sehen ist. Dabei stolzieren die Auerhähne mit gefächertem Schwanz, gesenkten Flügeln, gesträubten Bartfedern und hochgestrecktem Hals auf der Arena umher. Der Balzgesang beginnt mit dem «Knappen», das sich zum «Hauptschlag» steigert und mit dem «Wetzen» endet. Die rund einen Drittel kleineren Hennen wählen den Hahn aus, mit dem sie sich paaren. In der Schweiz gibt es noch einen Bestand von etwa 360 - 470 balzenden Hähnen und etwa ebenso vielen Hennen. Diese teilen sich in fünf Populationen auf, die voneinander räumlich isoliert sind. Und auch innerhalb dieser fünf Populationen sind die Einzelbestände kaum untereinander vernetzt.

Die Region Schwägalp, wo die Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden aufeinandertreffen, ist ein wichtiges Auerhuhngebiet. Trotz Tourismus und dank forstlichen Massnahmen für Lebensraumverbesserungen, aber auch dank der Einrichtung von Schutzzonen und einer Wildruhezone mit Weggeboten konnte sich die St. Gallische und die Appenzellische Population im Gebiet der Kreisalpen und der Schwägalp halten. Seit Jahren unterstützt der WWF die Aufwertungsmassnahmen in schwer zugänglichem Gebiet mit Freiwilligeneinsätzen. Auf Flächen, in welchen die Forstbetriebe Holzschläge ausführten und den Wald auflockerten, helfen Freiwillige, Äste auf Haufen zu schichten. Durch die Freilegung des Bodens wird der Aufwuchs einer für Auerhühner lebenswichtigen Bodenvegetation mit Heidelbeerstauden, Jungbäumen und anderen Pflanzen ermöglicht. 

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