WM 2017

Rheintaler Augenweiden

Blumenwiesen sind eine Augenweide. Möglich werden sie, wenn Bäuerinnen und Bauern die Wiese nicht düngen, das Gras nur 1 - 2 mal pro Jahr und nicht zu früh mähen und das Vieh nicht darauf weiden lassen. Voraussetzung ist meist auch ein magerer Standort an klimatisch milder Lage. Der WWF zeichnete - gemeinsam mit Partnern - in diesem Jahr wieder Landwirtinnen und Landwirte für ihre Leistung aus.

Die Wiesenmeisterschaft soll Landwirtinnen und Landwirte motivieren, seltenen Pflanzen eine Heimat zu bieten. Der WWF, das Landwirtschaftliche Zentrum Salez, Pro Natura und der St.Galler Bauernverband prämierten von 2015 bis 2017 zahlreiche Wiesen und ihre Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter im Kanton. Als letzte Region war in diesem Jahr das Rheintal an der Reihe. 26 Flächen wurden für die Wiesenmeisterschaft angemeldet. Die angemeldeten Flächen gehören zu den verschiedensten Arten von Betrieben.

Das Rheintal ist reich an natürlichen Lebensräumen für seltene Tiere und Pflanzen. Besonders wertvoll ist das ehemalige Torfstichgebiet Bannriet/Spitzmäder (Altstätten, Oberriet) oder die Hohenemser Kurve bei Diepoldsau mit ihrer überaus reichen Feuchtgebietsflora und -fauna. Dazu kommen zahlreiche Flachmoore und Amphibienlaichgebiete von nationaler und regionaler Bedeutung, wie die Ufer des Alten Rheins bei Rheineck oder die Naturschutzgebiete Moosanger (Diepoldsau), Höchstern (Balgach) oder Wichenstein (Oberriet). Von hoher botanischer Bedeutung sind zudem die Trockenwiesen und -weiden an den rheintalseitigen Abhängen des Hohen Kastens.  

Nach einer botanischen Begutachtung aller Flächen durch Fachpersonen besichtigte die Jury Mitte Juni die aufgrund dieser Erstbewertung ermittelten besten Flächen. Diejenigen Bäuerinnen und Bauern mit den höchsten Punktezahlen in der jeweiligen Kategorie wurden am Samstag, 19. August im Montlinger Schwamm als Wiesenmeister ausgezeichnet.

Die Gewinner

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