3. Preis Bergwiesen

Blauburgunder mit Blumenwiese

Liliane Zoller nimmt Stufe um Stufe und mit jedem Meter wird die Aussicht spektakulärer. Auf dem Gemeindegebiet der Au, aber oberhalb des Dorfes, liegt inmitten der Rebberge in unmittelbarer Nachbarschaft mit der ehemaligen Sommerresidenz des Grafen von Hohenems-Lustenau der Familienbetrieb. Hinter dem Haus wachsen in steiler Hanglage, vor kalten Nordwinden geschützt, die Blauburgunderreben auf einer Fläche von rund einem Hektar. Daneben besitzen die Zollers 50 Schafe, sie betreiben Milchwirtschaft, Ackerbau und pflanzen Gemüse an. Das wächst aber unten in der fruchtbaren Ebene. Um den 24 Aren grossen Rebberg liegt wie ein Kragen ein Hektar grosser Streifen mit einer artenreichen Blumenwiese. Sie gehört neu zum Vernetzungsprojekt, das ökologisch wertvolle Flächen zwischen Altstätten und der Au miteinander verbinden will. Das Gelände ist sehr steil und die Hangstruktur unter der Wiese verrät, dass hier ein Teil abgerutscht ist. Die Wiese ist kaum wirtschaftlich zu nutzen und deshalb wird sie schon seit über 20 Jahren nur extensiv genutzt. Trotzdem gibt es Heu und der späte Schnittzeitpunkt passt sich dem Arbeitsplan der Familie an. Seltene Pflanzen wie der Dost, die Betonie oder der Wundklee finden hier einen guten Nährboden. Die Botaniker entdeckten aber auch wilden Thymian, Witwenblumen, das Aufrechte Fingerkraut und Gräser wie die Aufrechte Trespe, das Ruchgras oder Hainsimsen. Ob sie oft hier hoch gehen und die Blumen und die Aussicht geniessen: Liliane Zoller: „Leider viel zu wenig!“  

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