3. Preis Talwiesen

Das Bienenparadies neben dem Wohnhaus

Wer von einer Anhöhe ins untere Rheintal schaut, blickt auf eine dicht besiedelte Landschaft. Und ein Gang durch eines der vielen Einfamilienhausquartiere bestätigt meist: Hier hat die Ökologie einen schweren Stand. Umso wichtiger für die Natur sind Menschen wie Hansruedi Kuster. Kuster war Bauer im Nebenerwerb, denn von sieben Hektar Land kann auf dem Talgrund ohne Zuschüsse niemand leben. Kuster, der gelernte Huf- und Wagenschmied, arbeitete für seinen Lebensunterhalt in einer Maschinenbaufirma. Wenn er von seinem Haus aus in Richtung Osten zur nahen österreichischen Grenze blickt, blüht es im Vordergrund in allen Farben. Die Blumen blühen in seiner eigenen Wiese. Es sind zwar nicht sehr viele Aren, auf denen hier die Blumen ohne frühen Schnittzeitpunkt und ohne Dünger blühen können, aber das macht sie nicht weniger wertvoll. Immerhin profitieren Hansruedi Kuster und seine Frau selber: Die Bienen müssen den Nektar von Kusters Wiese nicht weit tragen. „Der Bienenstock steht gleich neben unserem Wohnhaus“, erklärt er und deutet auf ein Häuschen, das man auf den ersten Blick für einen Gartenhäuschen halten würde. Seit rund 20 Jahren gedeihen hier Flockenblumen, Hornklee, Hopfenklee, Korbblütler, wie Gänsedistel, Greiskraut, Margeriten Wiesensalbe oder Witwenblumen. Der Gräserfeind, der halb-parasitäre Klappertopf sorgt dafür, dass nicht zu viele Gräser hoch kommen.  

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