Erfolge

Eine Herzensangelegenheit

Was vor über 30 Jahren im Ostschweizer Ökozentrum des WWF in Stein/AR begann, hat sich in kleinen Schritten kontinuierlich über die ganze Ostschweiz ausgebreitet: Die Bildungsarbeit mit Exkursionen, Kursen, Naturerlebnissen und die Erlebnisbesuche bei Schulen.

Tausende von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen haben sich in den vergangenen Jahren von den Wundern der Natur begeistern lassen. Die eigene Begeisterung weiterzugeben, ist der Kern der WWF-Bildungsarbeit. Was man liebt und kennt, schützt man auch eher. Davon ist der WWF überzeugt.

Dass der WWF Appenzell daneben auch mit Einsprachen, Stellungnahmen, aber auch mit Natureinsätzen und Projekten für den Schutz von Natur und Umwelt eintritt, ist klar. Das gehört zur Arbeit einer Umweltorganisation. Hier lesen Sie von den Erfolgen aus der jüngsten Vergangenheit:


Fische können wieder wandern

Der Murbach in Schwellbrunn ist kaum auf einer Landkarte verzeichnet. Trotzdem bietet das Gewässer Bachforellen eine Heimat und dient auch als Aufzuchtgewässer. Ein Übergang verhinderte die Fischwanderng. Der WWF hat mitgehofen, dass durch den Einbau einer Fischtreppe die Fische fast fünf Kilometer weiter dem Quellgebiet des Bachlaufes entgegenschwimmen können. 

 

 

Drohnen können Wildtiere gefährden

Beim Thema Drohnen, denkt kaum jemand an unbewohnte Gegenden, wo das Wild Winterruhe hält. Weil dem WWF Appenzell verschiedentlich Störungen von Wildtieren durch Drohnen gemeldet wurden, hat er das Thema mit dem Ostschweizer Jagdverwaltern auf den Tisch gebracht. Gemeinsam mit dem Drohnenverband hat er ein Merkblatt erstellt, das auch vom Bund und den anderen Kantonen übernommen werden soll. Ziel ist es, die wachsende Anzahl der Freizeitpiloten auf unbedenkliche Fluggebiete zu beschränken und die professionellen Drohnenflüge weiterhin zu ermöglichen, ohne dass dazu der politische Weg mittels Gesetzesverschärfungen gesucht werden muss. 


Dem WWF ist es ein Anliegen, junge Menschen für die Wunder der Natur zu begeistern: mit Erlebnisbesuchen im Schulzimmer oder im Freien. Von der Projektleiterin Sieke Paysen und ihrem Team erfahren die Schülerinnen und Schüler viel Spannendes über verschiedene Tierarten. Ganz nach dem Motto: “Man schützt nur, was man liebt – man liebt nur, was man kennt.“ In beiden Halbkantonen Appenzell besucht der WWF jedes Jahr diverse Klassen.


In den Achtzigerjahren hat der WWF mit dem Ostschweizer Ökozentrum in Stein während zehn Jahren neue Konzepte in der Umweltbildung getestet. Heute bietet er jedes Jahr in der ganzen Ostschweiz über 60 spannende Kurse, Exkursionen und Naturerlebnisse an. Dabei ist der sorgsame Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen sehr wichtig. Denn: Wer von der Natur begeistert wird, ist auch bereit, für sie einzustehen.


Herdenschutz ist Wolfsschutz

Da die Herdenschutzhunde im Winter keine Aufgabe haben, braucht es «Pensionen für Herdenschutzhunde». Standorte dafür zu finden ist in unserem dichtbesiedelten Land nicht einfach. Darum unterstützt der WWF Appenzell die Herdenschutzhunde-Pension von Mario Heller, Wolfhalden/Thal und übernimmt Patenschaften für Herdenschutzhunde.


Jahrhundertelang wurde Totholz aus den Wäldern entfernt. Totholz und alte Bäume sind aber wichtig, um alle ökologischen Funktionen der Wälder zu gewährleisten. In Rehetobel wird ein Waldstück während 50 Jahren der Natur überlassen. Der WWF hat den Ausfall der Holznutzung während der fünf Jahrzehnte finanziell abgegolten und damit die Altholzinsel ermöglicht. Mit vielen kleinen Inseln wird die Biodiversität im Wald gefördert.


Der prächtigste Hühnervogel Europas ist gefährdet. Die Schwägalp ist einer der wenigen noch verbliebenen Lebensräume. Die Population kann nur durch den Erhalt und die Aufwertung von störungsarmen, offenen Flächen und lichten Wäldern mit hohem Altholzanteil gesichert werden. Der WWF hilft seit bald einem Jahrzehnt mit Natureinsätzen bei der Aufwertung des Lebensraums der wilden Hühner mit.


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