AI: Übernutzung der Alpen im Banngebiet

08. Oktober 2021

Die Hirsche würden den Kühen auf den Innerrhoder Alpen im Jagdbann-Gebiet Säntis das Gras wegfressen. Darum müssten mehr Hirsche geschossen werden. Das ist auch das Fazit, das Landeshauptmann Stefan Müller aus den Ergebnissen der «Untersuchungen zur aktuellen Bewirtschaftung der Alpen im Jagdbanngebiet im Kanton Appenzell Innerrhoden» herausliest. Das ist für den WWF Appenzell eine zu einfache Schlussfolgerung.

Das Jagdbanngebiet Säntis wurde zum Schutz der Wildtiere geschaffen. Um Wildschäden im Jagdbanngebiet Säntis auf ein tragbares Mass zu reduzieren, wurde unter Einbezug aller Akteure das Konzept und Massnahmenplan "Wald und Hirsch» erarbeitet. Die Umsetzung kann nicht von heute auf morgen geschehen. Es ist darum nicht zielführend, jedes Jahr mehr Abschüsse zu verlangen oder mit neuen Tourismusprojekten den Lebensraum der Hirsche zu beeinträchtigen. Die Umweltverbände haben die sorgfältig geplanten Abschüsse von Hirschen im Banngebiet während Jahren mitgetragen. Sie werden dies auch weiterhin tun, sofern alle Akteure - allen voran die Landwirtschaft und der Tourismus - ihren Anteil zur Problemlösung beiträgt. 

.hausformat | Webdesign, TYPO3, 3D Animation, Video, Game, Print