Wiesel

Strukturreiche Land(wirt)schaft für Wiesel+Co.

Mit dem WWF-Projekt «Strukturreiche Land(wirt)schaft für Wiesel & Co.» schaffen wir in der Ostschweiz eine vernetzte und wieselfreundliche Kulturlandschaft. Davon profitieren insbesondere unsere einheimischen Wieselarten Hermelin und Mauswiesel.

Die kleinen, flinken Raubtiere sind effiziente Mäusejäger. Das Mauswiesel, eines der kleinsten Raubtiere der Welt, wiegt nur 50 bis 80 Gramm und ist rund 20 Zentimeter lang. Dennoch erbeutet es täglich mehrere Wühlmäuse. Auch das etwas grössere Hermelin trägt zur natürlichen Mäusebekämpfung bei.

Die Bestände beider Arten gehen zurück, denn Wiesel brauchen strukturreiche Landschaften mit ausreichend Verstecken, Deckung und geschützten Orten für die Jungenaufzucht. Genau hier setzt das WWF-Projekt an: Mit Ast- und Steinhaufen, Biodiversitätshecken, Natursteinmauern und Buntbrachen schaffen wir wertvolle Lebensräume und fördern die ökologische Vernetzung.

Davon profitieren auch viele weitere Arten wie Igel, Zauneidechsen, Ringelnattern, Wildbienen und Goldammern. Gleichzeitig unterstützt eine Wieselfamilie auf dem Hof die Landwirtschaft bei der natürlichen und kostenlosen Regulierung von Mäusen!

Ergebnisse Monitoring 2026

Seit Jahren pflanzt der WWF in der Ostschweiz Hecken und baut Asthaufen sowie andere Kleinstrukturen, in welchen beim Monitoring 2026 diverse Nachweise von Wieseln, Siebenschläfern und zahlreichen anderen Tieren gelangen.

Im Rahmen unseres Artenmonitorings untersuchte Leah Spirk diesen Sommer, welche Tierarten effektiv die bei WWF-Natureinsätzen geschaffenen Strukturen nutzen. Die Ergebnisse lassen sich sehen und sind teilweise tierisch unterhaltsam!


Impressionen Wieselprojekt


Flächen für Fördermassnahmen gesucht!

Gemeinsam mit Freiwilligen setzen wir Fördermassnahmen im Feld um. In der ganzen Ostschweiz suchen wir Landwirt:innen oder Privatpersonen, die am Siedlungsrand leben und etwas für unsere Wiesel tun möchten.

Mit Heckenpflanzungen, Trockenmauern sowie Stein- und Asthaufen schaffen wir viel wertvollen Lebensraum. Hast du eine Fläche, auf der wir Massnahmen für die kleinen Raubtiere umsetzen können? Hier Kontakt aufnehmen für Wieselförderung vor Ort.

Du hast keinen eigenen Garten, aber möchtest trotzdem mithelfen? Dann packe an einem Natureinsatz mit an! Dabei erfährst du viel über die kleinen Raubtiere und lernst Gleichgesinnte kennen.

an Natureinsatz helfen

Wiesel gesehen in der Ostschweiz? Gleich melden!

Hast du ein Wiesel beobachtet? Dann melde es gleich auf der Meldeplattform. Auch ältere, noch nicht mitgeteilte Sichtungen, können online erfasst werden und sind ebenso wertvoll wie aktuelle. Selbst wenn nicht klar ist, ob das vorbeigehuschte Tier ein Mauswiesel oder Hermelin war, sollte die Beobachtung gemeldet werden – in diesem Fall lediglich die Gattung «Wiesel» also Mustela angeben.

Ostschweizer-Sichtung melden

Projektunterstützende

Das fünfjährige Projekt (2023-2027) wird von folgenden Stiftungen unterstützt:

  • TW Stiftung St.Gallen
  • Fonds Landschaft Schweiz (FLS)
  • Monique Gallusser-Lafont Stiftung
  • Johannes und Hanna Baumann-Stiftung
  • Dr. Fred Styger Stiftung
  • Ernst Göhner Stiftung
  • Ortsbürgergemeinde St.Gallen Straubenzeller Fonds
  • Sophie und Karl Binding Stiftung
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