Ein Eichhörnchen, welches in den Ästen eines Baumes sitzt und an einer Nuss knabbet

Weidenmeisterschaft 2026

02. März 2026

Die UNO hat das Jahr 2026 zum «Jahr der Weiden und Hirten» erklärt. Weiden sind die Hotspots der Biodiversität Mit einer Weidenmeisterschaft stellen der Bauernverband, BirdLife, die Naturwissenschaftliche Gesellschaft, das Landwirtschaftliche Zentrum, das Amt für Natur, Jagd und Fischerei und der WWF extensiv genutzte Weiden im «UNO-Jahr der Weiden» in den Fokus.

Extensive Weiden oder Magerweiden sind niedrigwüchsige, oft sehr arten- und strukturreiche Lebensräume. Durch extensive Beweidung entstehen ständig neue Kleinlebensräume für Pflanzen. Im Boden vorhandene, angeflogene oder mit dem Vieh eingeschleppte Samen können in trittbedingten Vegetationslücken erfolgreich keimen.

Hotspots für diverse bedrohte Zielarten 

Auf einer Fläche von 50 m2 kommen oft mehr als 50 verschiedene Gefässpflanzen vor. Die Struktur- und Pflanzenvielfalt sowie das Blütenangebot sind auf extensiv genutzten Magerweiden oft höher als auf intensiv genutzten Weideflächen. Dazu tragen insbeson-dere „Weideunkräuter“ sowie dornige und stachelige Sträucher wie Schwarzdorn, Weissdorn, Berberitze, Hundsrose oder Brombeere bei. Von dem vielfältigen, kontinuierlichen und hohen Blütenangebot während der gesamten Vegetationszeit profitieren zahlreiche Insektenarten aber auch Spinnen, Reptilien, Vögel und Kleinsäuger.


Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität

Mit der Weidenmeisterschaft 2026 im südlichen Kantonsteil werden die schönsten, arten- und strukturreichsten Weiden ausgezeichnet. Ziel ist es nicht nur, die Bedeutung von Magerweiden der Bevölkerung bewusst zu machen, sondern auch die Menschen, die zum Erhalt dieser wichtigen Ökosysteme beitragen, zu würdigen. Mit ihrem Einsatz für die Erhaltung, Wiederherstellung oder Neuschaffung von Magerweiden leisten Bäuerinnen und Bauern einen wichtigen Beitrag, um die Biodiversität in unserem Land zu erhalten. 

Landwirtschaftliches Zentrum St.Gallen, Flawil Daniela Paul
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Teilnahmebedingungen:

  • Extensiv genutzte Weide (Kulturcode 0617)
  • Erbringung ökologischer Leistungsnachweis nach DZV. 
  • Die Fläche der Weide beträgt mindestens 50 Aren.
  • Die Weide befindet sich innerhalb des Wettbewerb-Perimeters.
  • Pro Betrieb können maximal drei Flächen angemeldet werden. 
  • Die Nutzung der Weide beschränkt sich auf das Beweiden mit Tieren. - Ein Säuberungsschnitt ist zugelassen.
  • Beurteilung ab Mitte Mai. Um eine einwandfreie botanische Beurteilung sicherzustellen, sollten die angemeldeten Flächen bis zur Beurteilung nicht oder nur sehr schonend bestossen werden.

Für die teilnehmenden Betriebe entstehen keinerlei Kosten. 

Weitere Informationen und Anmeldung beim Landwirtschaftlichen Zentum St.Gallen

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