1. Preis Bergwiesen

Ein blütenreiches Panorama

Der Blick über die Reben hinweg, vorbei am Kirchturm von Eichberg, der Heimat des Kleinen Mausohrs, einer selten gewordenen Fledermausart hinunter ins satte Grün des Rheintals ist überwältigend. Feldgrillen zirpen, Grashüpfer springen, Schachbrettfalter flattern von Blüte zu Blüte und Bienen verköstigen sich, Vögel zwitschern: Schnell ist der Schweiss vergessen, den der mühevolle Aufstieg in den erhöhten Teil von Hansjürg Kressigs Wiesenkandidat gekostet hat. 35 Aren gross ist die wertvolle Wiese, die schon Kressigs Grossvater bewirtschaftet hat. Doch die Bewirtschaftung ist streng: „Ich schätze das Gefälle im oberen Teil auf über 100 Prozent, was einer Steigung von 45 Grad entspricht" sagt Hansjürg Kressig und fährt fort: „Die Wiese zu mähen ist immer harte Arbeit, auch wenn ich schon verschieden Varianten probiert habe. Einmal wollte ich das Heu mit einer Plache runterrollen. Die Kugel wurde beinahe zu einem Flugobjekt.“ Für Hansjürg Kressig ist die Pflege der Wiese trotzdem Ehrensache. „Ich bekomme Komplimente, von Fremden und in der Gemeinde.“ Natürlich gehört sie wie die meisten Blumenwiesen zu den ökologischen Ausgleichsflächen, die die Bauern ausweisen müssen. Und für ihre Pflege, sowie einen späteren Schnittzeitpunkt werden sie entschädigt. Das anerkennt auch Hansjürg Kressig. Trotzdem sagt er auch: "Eine fruchtbare Talwiese ist natürlich einträglicher". Der Bauer betreibt mit seiner Familie Viehwirtschaft. Er besitzt 31 Milchkühe. Auf seiner angemeldeten Fläche fanden die Botaniker 24 interessante Arten in einem Kreis mit einem Umfang von sechs Metern, darunter auch seltene Arten wie die Betonie.  

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